Seit 30.7.2026 ist die Textilarbeit er/stickt. Über Femizide in Österreich in der Hauptausstellung Neue Zeiten. Österreich seit 1918 im Haus der Geschichte Österreich (hdgö) in Wien zu sehen.
Seit 2023 bestickt Sabine Schwarz Geschirrtücher mit dem Ort, dem Datum und – soweit bekannt – dem Vornamen einer in Österreich ermordeten Frau. Aktuell sind es 71 Tücher; jedes steht für einen einzelnen Menschen und zugleich für eine erschütternde Gesamtzahl. Die Arbeit ist als fortlaufender Prozess angelegt und wird jährlich aktualisiert.
Material und Technik sind bewusst gewählt: Das Geschirrtuch verweist auf den häuslichen Raum, dem Frauen traditionell zugeordnet wurden; das Sticken auf eine textile Praxis, die feministische Künstlerinnen heute neu besetzen. So verbindet die Arbeit individuelle Erinnerung mit einer Reflexion über Geschlechterrollen, Machtverhältnisse und gesellschaftliche Verantwortung.
Ausführliche Informationen zur Ausstellung: hdgoe.at



Presseecho
https://www.sn.at/kultur/allgemein/71-geschirrtuecher-erinnern-im-hdgoe-an-frauenmorde-art-664914
https://www.bvz.at/in-ausland/71-geschirrtuecher-erinnern-im-hdgoe-an-frauenmorde-533071974
https://www.vienna.at/71-geschirrtuecher-erinnern-an-femizide-in-oesterreich/10357193

