„Kunst ist für mich ein Erkenntnisraum. In meiner künstlerischen Arbeit und Vermittlung untersuche ich, wie sich Material, Struktur und gesellschaftliche Erfahrungen miteinander verbinden. Das Textile ist dabei nie nur Oberfläche: Es trägt Spuren von Arbeit, Erinnerung, Herkunft und Beziehung in sich. Als kulturelle und soziale Praxis verbindet es Materielles mit Immateriellem und macht auch Hierarchien von Arbeit und Ressourcen sichtbar.“

Sehen

Wahrnehmen

Sehen bedeutet, Oberflächen nicht nur als Erscheinung wahrzunehmen, sondern ihre Spuren zu lesen. Struktur, Farbigkeit, Rhythmus und Materialität werden zu einer eigenen Sprache, die sich langsam erschließt.

Meine Arbeiten laden dazu ein, genauer hinzusehen: auf Details, auf Brüche, auf Übergänge zwischen Ordnung und Zufall. So wird das Textile zu einem Feld, in dem Wahrnehmung und Bedeutung einander begegnen.

Erkennen

Analysieren

Kunst kann Zusammenhänge sichtbar machen, die im Alltag oft verborgen bleiben. Textile Verfahren ermöglichen es, über Zeit, Körper, Arbeit, Erinnerung und gesellschaftliche Ordnungen nachzudenken.

Das Erkennen entsteht nicht als schnelle Antwort. Es entwickelt sich im Betrachten, im Fragen und im Austausch – zwischen Werk, Material und Publikum.

Tun

Textiles Gestalten

Textiles Gestalten bedeutet, mit den Händen zu denken. Schneiden, verbinden, nähen, weben, schichten und ordnen sind Handlungen, durch die Ideen eine materielle Form erhalten.

Im Tun entsteht Raum für Erfahrung: für Konzentration, für Experiment und für die Freude am Prozess. Kunstvermittlung verstehe ich deshalb als Einladung, eigene Zugänge zu entwickeln und Gestaltung als Form des Forschens zu erleben.

Meine künstlerische Praxis versteht sich als Einladung zum genauen Hinsehen und zum gemeinsamen Nachdenken. Zwischen Material und Idee, Intuition und Reflexion entsteht ein Raum, in dem Vertrautes neu wahrgenommen werden kann. Kunstvermittlung ist für mich ein wesentlicher Teil dieser Arbeit: Sie schafft Zugänge, fördert eigene Ausdrucksformen und macht Gestaltung als Prozess des Forschens erfahrbar. So wird das Textile zu einem offenen Feld für Begegnung, Austausch und Veränderung.

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